CDU Verband Adelebsen

Unser Ratskeller - Verantwortung für Geschichte und Zukunft

Ratskeller Adelebsen (Bild Nicole Schulz)Ratskeller Adelebsen (Bild Nicole Schulz)

Wohnraum für Adelebsen

Der Adelebser Ratskeller teilt nicht nur die Lange Straße in Obere und Untere Straße, er ist auch ein sehr prägendes Gebäude für das Ortsbild von Adelebsen. Leider sieht das Haus, das einst eine renommierte Gaststätte war, seit vielen Jahren nicht mehr danach aus.

Der Kauf (2021) des Ratskellers durch die Gemeinde war seinerzeit durchaus umstritten in der Bevölkerung. Interfraktionell waren wir uns jedoch einig, dass die Gemeinde hier auch eine historische Verantwortung trägt und das Gebäude deshalb erhalten werden sollte.

Zu dieser historischen Verantwortung gehören auch die traurigen Erinnerungen an die Geschichte des Hauses. 1938 wurden die Adelebser Juden vor dem Ratskeller zusammengetrieben. Dieser Teil unserer Geschichte darf nicht in Vergessenheit geraten.

Deshalb könnten wir uns vorstellen, im Gewölbekeller eine Ausstellung zur Geschichte des Ratskellers und insbesondere zur jüdischen Geschichte in Adelebsen einzurichten. Sie sollte für alle Bürgerinnen und Bürger und auch für Besucher zugänglich sein und damit einen Ort der Erinnerung und des Gedenkens schaffen.

Um weiter zu kommen, müssen wir zunächst mit dem Landkreis wegen des Denkmalschutzes sprechen. Die dort geltenden Vorgaben erschweren die statische Untersuchung bzw. erhöhen die damit verbundenen Kosten. Hier warten wir derzeit noch auf einen Termin.

Wenn die statische Untersuchung positiv ausfällt, gehen wir davon aus, dass die Wohnungen zeitnah vermietet werden können. Damit wäre ein wichtiger erster Schritt gemacht.

Das Gebäude ist in drei Bereiche aufgeteilt: den vorderen Bereich des Ratskellers, das Gebäude mit den Wohnungen sowie ein kleines Haus, das sich in einem sehr schlechten Zustand befindet.

Für die Nutzung des vorderen Bereichs gibt es derzeit noch kein Konzept. Eine entsprechende Planung ist von unserer Seite aktuell noch nicht vorgesehen.

Das kleine, stark sanierungsbedürftige Gebäude sollte aus unserer Sicht zu einem geringen Betrag veräußert werden. So könnten wir uns auf die sinnvolle Nutzung und Vermietung der Wohnungen konzentrieren. Aber auch das muss erst noch im Rat beschlossen werden.